CardioSkills

Simulationstraining unter realen Bedingungen

Simulationstechnologie, die in der Aus- und Weiterbildung von Piloten schon seit Jahrzehnten unverzichtbar ist, kann in der Medizin, wo ähnlich komplexe Prozeduren zu trainieren sind, wertvolle Dienste leisten.
So ist es jetzt dank innovativer Simulationssysteme möglich, sich bereits beim ersten Herzkatheter auf eigene, praktische Erfahrungen stützen zu können.
Im Februar 2005 hat das Simulationszentrum Frankfurt, CardioSkills, unter der Leitung von Dr. Erhard Kaiser die Arbeit am CCB aufgenommen.
Unter Verwendung verschiedener Simulationssysteme hat Herr Dr. Kaiser bereits Workshops auf dem Kongress Transcatheter Cardiovascular Therapeutics in Washington 2004 und am Tampere University Hospital Heart Center in Finnland durchgeführt.
Im CCB bietet CardioSkills eine Vielzahl von Workshops mit unterschiedlichen Inhalten und Zielsetzungen an.

Die routinemäßige Anwendung von Simulatoren im echten Herzkatheterlabor kann dem Lernenden eine in dieser Art einmalige realistische Trainingsumgebung zur Verfügung stellen. Die von CardioSkills verwendete Koppelung eines METI ESC-Patientensimulators mit dem Cathi-Herzkathetersimulator und der direkten Anbindung an die originale Siemens-Herzkatheteranlage ist in diesem Aufbau derzeit weltweit einzigartig.

METI ESC-Patientensimulator
METI ESC-Patientensimulator

Von einer realen Herzkatheteruntersuchung kaum zu unterscheiden
Um so realitätsnah wie möglich zu trainieren, werden Konsolen und Steuerungspedale von originalen Herzkatheteranlagen eingesetzt. Der Trainierende kann sogar zwischen dem Gebrauch von monoplanen und biplanen Herzkatheteranlagen wählen.
Der Patientensimulator bietet die derzeit beste Ausstattung: So erlauben realistische anatomische Verhältnisse, den Simulator wie einen „richtigen Menschen“ zu untersuchen und zu behandeln.
Der Patientensimulator verfügt über eine vollständige Hämodynamik, allseits palpable Pulse, auskultierbare Herz- und Atemgeräusche sowie CO2-Exhalation. Die anatomischen Gegebenheiten erlauben ein sehr realistisches Airway Management.

Augenblinzeln sowie echte Pupillenmotorik machen es möglich, beim Simulator einen neurologischen Status zu erheben. Der Simulator versteht und reagiert auf alle gängigen Medikamente nach physiologischen Algorithmen.

Vielleicht in Zukunft Pflicht für interventionell tätige Kardiologen
Die hier in perfektionierter Form vorliegende Methode Simulation ermöglicht eine realitätsnahe Durchführung von kritischen Situationen unter Ausschluß jeglicher Risiken. Szenarien, die in Wirklichkeit risikoreich oder sehr selten sind, können bis zur professionellen Routine geübt, erprobt und verbessert werden. Wieder und wieder.

Es ist deshalb langfristig denkbar und wünschenswert, alle Kardiologen, die interventionell tätig werden wollen, zu einem Simulationstraining zu verpflichten. Die Tatsache, dass die Workshops von CardioSkills lange im voraus ausgebucht sind, ist Beleg genug dafür, dass die Kardiologen den Bedarf an dieser Ausbildungsform für sich selbst bereits definiert haben.

Weitere Informationen zu den Workshops finden sie unter www.cardioskills.com.