Das Leistungsspektrum der Praxen

In den Praxen des CCB wird die gesamte nicht-invasive kardiologische und angiologische Diagnostik durchgeführt, die wir Ihnen hier einzeln vorstellen und beschreiben:

Basis ist hierbei die Ekg-Diagnostik mit Ruhe-Ekg, Belastungs-Ekg und Langzeit-Ekg. Hierfür stehen fünf Untersuchungsräume zur Verfügung. Belastungsuntersuchungen werden sowohl mittels Kletterstufe, als auch als Fahrradergometrie durchgeführt.

Ruhe-Ekg:

Das Ruhe-Ekg ermöglicht den Nachweis von abgelaufenen Herzinfarkten und von Herzrhythmusstörungen und gibt Hinweise auf Belastungen einzelner Herzkammern als Folge verschiedenster Erkrankungen. Daneben kann bei Patienten mit Herzschrittmachern oder implantierten Defibrillatoren deren Funktion beurteilt werden.

Belastungs-Ekg:

Durch eine körperliche Belastung auf der Kletterstufe oder auf dem Fahrrad erhält man unter anderem Hinweise auf die kardiale Leistungsfähigkeit, eine eventuelle Durchblutungsstörung des Herzmuskels, das Herzfrequenzverhalten unter Belastung, sowie auf die Auslösung von Rhythmusstörungen.

Belastungs-Ekg
Belastungs-Ekg

Langzeit-Ekg:

Das Langzeit-Ekg zeichnet den Herzrhythmus über 18 bis 24 Stunden auf. Hierbei können auch nur phasenweise auftretende Rhythmusstörungen erkannt werden. Aber auch die Funktion eines Herzschrittmachers kann so beurteilt werden. Zur Langzeit-Ekg Diagnostik stehen im Bethanien-Krankenhaus ambulant und stationär 20 Aufzeichnungsgeräte bereit. Im Markus-Krankenhaus sind es 6 Geräte zur Langzeit-Ekg-Diagnostik. Daneben werden in großer Zahl Langzeit-Ekgs von derzeit 80 externen Praxen ausgewertet. Die Auswertungen erfolgen an drei Analysecomputern.

Event-Recorder: 

  Treten Rhythmustörungen nur selten auf, kann mit Hilfe des Event-Recorders eine durch den Patienten ausgelöste Ekg-Aufzeichnung erfolgen. Der Patient nimmt das Gerät nach einer Einweisung für 10 Tage mit und wechselt selbst täglich die Elektroden. Bei einer Herzrhythmusstörung wird die Aufzeichnung vom Patienten selbst ausgelöst. Bis zu 10 Aufzeichnungen sind möglich. Leider ist diese Nachweismethode von Rhythmusstörungen nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen aufgeführt. Aus diesem Grund bitten wir Sie, mit der Zahlung von 5 Euro pro Tag in Vorlage zu treten. Die von uns ausgestellte Quittung reichen Sie bei Ihrer Kasse ein. Manche Kassen erstatten den Betrag als Kulanzleistung zurück.

 In der Diagnostik und Therapie des arteriellen Hypertonus (Bluthochdruck) ist die 24-Stunden Blutdruckmessung ein wichtiges Element. Diese kann mittels 12 Geräten durchgeführt werden. 

  24-Stunden Blutdruckmessung: 
  Diese Gerät mißt den Blutdruck automatisch tagsüber alle 15 Minuten und nachts alle 30 Minuten. Hierdurch kann festgestellt werden ob ein behandlungsbedürftiger Bluthochdruck (Arterieller Hypertonus) vorliegt. Bei behandeltem Hypertonus ist die 24-Stunden Blutdruckmessung wichtig zur Kontrolle der Blutdruckeinstellung.

24-Stunden Blutdruckmessung
24-Stunden Blutdruckmessung

Ein anderer Bereich der nicht-invasiven kardiologischen Diagnostik sind echokardiographische Untersuchungen, auch Herz-Ultraschall genannt. Für die echokardiographischen Untersuchungen werden je nach Fragestellung unterschiedliche Methoden eingesetzt. Diese sind
ein- und zweidimensionale Echokardiographie ,
Doppler- und Farbdoppler-Echokardiographie
und Kontrast-Echokardiographie, Transösophageale Echokardiographie.

Die verschiedenen Methoden stellen wir Ihnen hier im einzelnen vor:

Echokardiographie:

Die Echokardiographie stellt das Herz mit Herzmuskel und Herzklappen direkt dar. Hierfür wird in Linksseitenlage ein Schallkopf auf den Brustkorb aufgesetzt. Damit kann die Größe der Herzkammern direkt bestimmt werden. Verdickungen des Herzmuskels, z.B. bei Bluthochdruck, können so erkannt werden. Sehr wichtig ist die Beurteilung der Pumpfunktion des Herzens. Die Größe durchgemachter Herzinfarkte kann durch die Echokardiographie sichtbar gemacht werden. Veränderungen der Herzklappen können mit der Echokardiographie direkt nachgewiesen werden. Die Echokardiographie ist eine wesentliche Untersuchungsmethode zum Nachweis von Herzmuskelerkrankungen, sogenannten Kardiomyopathien. Ebenso können z.B. bei entzündlichen Herzerkankungen Flüssigkeitsansammlungen im Herzbeutel (Perikarderguß) oder entzündliche Veränderungen der Herzklappen (Vegetationen) erkannt werden. Die Echokardiographie ist damit neben dem Ekg die wichtigste Basisuntersuchung in der Kardiologie. Die Herzkranzgefäße können mit der Echokardiographie nicht direkt dargestellt werden.

Echokardiographie im Bethanien-Krankenhaus
Echokardiographie im Bethanien-Krankenhaus
Echokardiographie im Markus-Krankenhaus
Echokardiographie im Markus-Krankenhaus

Doppler- und Farbdopplerechokardiographie:

Diese wird immer in Kombination mit der Echokardiographie durchgeführt. Hierbei wird die Blutströmung im Herzen sichtbar gemacht und die Geschwindigkeit des Blutes im Herzen kann direkt gemessen werden. Dieses Verfahren ist entscheidend für die Erkennung und Schweregradeinteilung von Herzklappenerkrankungen sowie von angeborenen Herzfehlern, wie z.B. Kurzschlußverbindungen. Ebenso wird die Dopplerechokardiographie für die Verlaufskontrolle von Herzklappenfehlern und nach Herzklappenoperationen eingesetzt. Daneben kann bei Druckerhöhung im kleinen Kreislauf (pulmonale Hypertonie) in vielen Fällen der Druck in der Lungenschlagader direkt abgeschätzt werden.

Kontrastechokardiographie:

Die Kontrastechokardiographie wird vor allem zum Nachweis von Kurzschlußverbindungen zwischen den Vorhöfen eingesetzt. Diese sind manchmal mit der Dopplerechokardiographie nicht ausreichend darstellbar. Hierfür werden 5 bis 10 ml eines Echokontrastmittels oder eine Kochsalzlösung welche winzigste Lufteinschlüsse enthalten in eine Armvene gespritzt. Dann werden durch Husten- oder Pressmanöver die Druckverhältnisse im Brustkorb geändert, so daß es bei vorliegen einer Kurzschlußverbindung zum Kontrastübertritt vom rechten ins linke Herz kommt.

Transösophageale Echokardiographie:
Die normale Echokardiographie wird von außen (transthorakal) durchgeführt. Sie wird bei speziellen Fragestellungen durch die transösophageale Echokardiographie , auch Schluckecho genannt, ergänzt. Dies Fragestellungen sind z.B. die Frage nach Gerinnseln (Thromben) die sich, vor allem bei Vorhofflimmern, im sogenannten Vorhofohr bilden können. Aufgrund seiner Lage kann das Vorhofohr in der transthorakalen Echokardiographie nicht eingesehen werden. Ebenso kann bei Verdacht auf eine Kurzschlußverbindung (Shunt) in den Vorkammern dieser direkt dargestellt und vermessen werden. Ein weiterer Einsatz der transösophagealen Echokardiographie ist die spezielle Beurteilung von Herzklappen und Klappenprothesen, insbesondere bei transthorakal nicht eindeutigen Befunden. Dies sind z.B. die Frage nach Infektionen (Endokarditis) oder die Planung einer Klappenoperation. Daneben können Teile der Hauptschlagader (Aorta) und Lungenschlagader (Pulmonalarterie) beurteilt werden.

Die transösophagale Echokardiographie bietet gegenüber der konventionellen transthorakalen Untersuchungen noch einen Vorteil:
Bei der transthorakalen Untersuchung wird bei einigen Patienten durch Überlagerung von Brustkorb, Lungenanteilen und auch durch Übergewicht die Darstellung erheblich erschwert oder gar unmöglich. Bei der transösophagealen Untersuchung kommen diese Beeinträchtigungen nicht vor.
Zudem arbeitet der Schallkopf mit einer höheren Frequenz und damit einer besseren Auflösung, die kleinere Strukturen darstellbar werden läßt.
Die Speiseröhre verläuft direkt hinter dem Herzen, sodass der Schallkopf in unmittelbarer Nähe des Herzens plaziert werden kann, ohne dass störende Strukturen dazwischen liegen.

Wie wird die transösophageale Echokardiographie durchgeführt?

Eine transösophageale Echokardiographie wird ähnlich wie eine Magenspiegelung (Gastroskopie) durchgeführt. An der Spitze des Gerätes, das Sie schlucken, ist ein hochauflösender schwenkbarer Schallkopf integriert. Vor der Untersuchung darf 6 Stunden nichts gegessen und getrunken werden. Häufig wird eine Beruhigungsspritze gegeben, da das Schlucken des Schlauches etwas unangenehm ist. Nach einer solchen Beruhigungsspritze dürfen Sie jedoch an diesem Tag kein Kraftfahrzeug mehr führen, sodass Sie gegebenenfalls eine Begleitung brauchen.
Vor der Untersuchung werden Sie ausführlich aufgeklärt und erhalten einen Aufklärungsbogen. Dort finden Sie auch alle Informationen, für die Zeit vor und nach der Untersuchung. Natürlich können Sie den Aufklärungsbogen schon jetzt hier von unserer Internetseite herunterladen, ausdrucken und lesen.

Zum Aufklärungsbogen "transösophageale Echokardiographie"

Stress-Echokardiographie:

Die Stress-Echokardiographie kann bei Verdacht auf eine Durchblutungsstörung des Herzens eingesetzt werden, wenn z.B. eine physikalische Belastung mit Kletterstufe oder Fahrrad nicht möglich ist. Voraussetzung hierfür ist eine gute Schallbarkeit des Patienten. Für die Streß-Echokardiographie erfolgt dann eine medikamentöse Belastung des Herzens. Hierfür wird ein Stresshormon als Infusion in steigender Dosis gegeben. Währenddessen wird mit der Echokardiographie nach der Entstehung von Wandbewegungsstörungen im Bereich der linken Herzkammer gesehen. Diese können Hinweise auf eine Durchblutungsstörung im Bereich der Herzkranzgefäße geben.

Gefäßdiagnostik

Die angiologische Diagnostik bei Gefäßerkrankungen der hirnversorgenden Gefäße (cerebrovaskuläre Verschlusskrankheit, CVK), bzw. der peripheren Gefäße an Beinen und selten an Armen (arterielle Verschlusskrankheit, AVK) erfolgt zunächst meist mit Ultraschallverfahren. Hierbei kommen Dopplerdruckmessung und die Duplexsonographie zum Einsatz, die wir hier im Anschluß kurz vorstellen:

Dopplerdruckmessung:

Mit dieser Untersuchung wird der Blutdruck in Armen und Beinen bestimmt, um Hinweise auf eine Durchblutungsstörung (Arterielle Verschlusskrankheit, AVK) zu erhalten.

Duplexsonographie:

Die Duplexsonographie kann Arterien (Schlagadern) und Venen direkt darstellen. Sie dient damit der Diagnose einer arteriellen Durchblutungsstörung, bzw. auf der venösen Seite einer Thrombose. Die Untersuchung der hirnversorgenden Gefäße (Carotiden) gibt Hinweise auf eine Durchblutungsstörung des Gehirns (Schlaganfall / Apoplex). Lassen sich beginnende Ablagerungen nachweisen, geben diese Hinweise für eine Neigung zu Gefäßerkrankungen. Ebenso können Durchblutungsstörungen der Armschlagadern nachgewiesen werden.
Bei neu aufgetretenem oder schwer einstellbarem Bluthochdruck (Arterieller Hypertonus) kann eine Einengung der Nierenschlagadern vorliegen. Diese kann mit der Duplexsonographie ebenfalls erkannt werden, sofern ausreichende Schallbedingungen vorliegen.
Auch Engstellen der Becken- und Beinschlagadern (Arterielle Verschlusskrankheit) können mit der Duplexsonographie dargstellt werden.
Bei Verdacht auf eine Beinvenenthrombose können mit der Duplexsonographie die Venen des Beckens und der Oberschenkel untersucht werden. Im Bereich der Unterschenkel ist die Duplexsonographie hier nur eingeschränkt verwertbar.

Spirometrie:

Dies ist eine Lungenfunktionsprüfung welche Hinweise auf eine Lungenerkrankung geben kann. Bei der Untersuchung werden verschiedene Atem-Manöver durchgeführt und die Luftströmung über ein Mundstück gemessen.

Blutentnahme:

Die regulären Blutentnahmen finden jeden Morgen zwischen 8 und 10 Uhr statt.

Röntgenuntersuchungen:

Sofern spezielle Röntgenuntersuchungen erforderlich sind, können diese im Bethanien-Krankenhaus in der Röntgenpraxis im gleichen Gebäude im Erdgeschoss durchgeführt werden. Für einen Teil der Untersuchungen sind allerdings separate Terminvereinbarungen erforderlich.