Prävention

Vorbeugend das eigene Infarktrisiko mit dem CCB Präventionsprogramm einschätzen

Wer seine Risikofaktoren für einen Herzinfarkt kennt, kann vorbeugend handeln.

Der akute Herzinfarkt ist eine der häufigsten Todesursachen in der Bundesrepublik Deutschland.

Jährlich treten ca. 250.000 Herzinfarkte auf. Im Zuge eines Herzinfarkts können sich schwere Folgeerkrankungen wie Herzschwäche („Herzinsuffizienz“) und Herzrhythmusstörungen etablieren. Herzinfarkte entstehen meistens durch einen plötzlichen Verschluss eines Herzgefäßes. Die zu Grunde liegende Ursache sind Ablagerungen der Gefäßwand („atherosklerotische Plaques“), die plötzlich aufbrechen („Plaqueruptur“) oder durch andere Mechanismen dazu führen, dass sich im strömenden Blut ein Gerinnsel aus Blutplättchen bildet („Thrombus“) und die Blutversorgung des Herzmuskels abrupt stoppt.

 

 

 

Querschnitt durch ein normales Herzgefäß. Die Wand des Gefäßes ist frei von Ablagerungen.
Querschnitt durch ein normales Herzgefäß. Die Wand des Gefäßes ist frei von Ablagerungen.

 

 

 

Querschnitt durch ein Herzgefäß eines 41-jährigen Mannes, der beim Tanzen am plötzlichen Herztod verstarb. In der Gefäßwand hat sich eine große Ablagerung gebildet, die aufgebrochen ist („Plaqueruptur“) und zu einer Gerinnselbildung mit Verschluss des Gefäßes geführt hat. Die kleinen Pfeile zeigen Verkalkungen an, die durch die Präparation des Gefäßes herausgelöst wurden.

 

 

 

Unauffälliges Elektrokardiogramm (EKG) eines jungen Mannes.
Unauffälliges Elektrokardiogramm (EKG) eines jungen Mannes.


EKG eines akuten Herzinfarkts. Als Ausdruck der Durchblutungsstörung tritt eine ausgeprägte Veränderung der sogenannten „ST-Strecke“ auf, eine ST-Streckenhebung (kleine Pfeile). Wegen der mangelnden Sauerstoffversorgung ist der Herzmuskel anfällig
EKG eines akuten Herzinfarkts. Als Ausdruck der Durchblutungsstörung tritt eine ausgeprägte Veränderung der sogenannten „ST-Strecke“ auf, eine ST-Streckenhebung (kleine Pfeile). Wegen der mangelnden Sauerstoffversorgung ist der Herzmuskel anfällig für Herzrhythmusstörungen. Es kommt zum Kammerflimmern (großer Pfeil), das unbehandelt rasch zum Tode führt.


Die hohe Sterblichkeit des akuten Herzinfarkts gilt nach Daten der Weltgesundheitsorganisation für alle Industrienationen, obwohl die Krankenhausbehandlung in der Regel auf einem sehr hohen Stand ist. Nur wenn es gelingt, die Zahl neuer Herzinfarkte nachhaltig zu reduzieren, können die Gesamtsterblichkeit und die Folgeerkrankungen der Überlebenden weiter verringert werden. Dies gelingt nur durch Prävention (Vorbeugung).

Was, wenn über Jahre keine Beschwerden einer Herzerkrankung wahrgenommen werden?

Herzgefäße können selbst große Ablagerungen "verkraften" , ohne dass zunächst Beschwerden und eine Durchblutungsstörung entstehen. So entsteht eine über lange Zeiträume trügerische Sicherheit. Wenn sich aber schließlich ein Gerinnsel im Gefäß bildet, kommt es plötzlich zum Herzinfarkt. Der akute Herzinfarkt und der plötzliche Herztod sind bei etwa 50% der Patienten mit Erkrankung der Herzgefäße die ersten Zeichen dieser Erkrankung.

Typische Warnsignale des akuten Herzinfarkts wie Brustschmerzen und ein Engegefühl bei Belastung, oft verbunden mit Beklemmungen und Angst fehlen häufig. Dies erklärt die hohe Zahl von Patienten, die vor Erreichen des Krankenhauses versterben. In vielen Fällen treten in den Tagen vor dem Ereignis aber doch unspezifische Beschwerden wie Abgeschlagenheit und ein leichtes Druckgefühl im Brustkorb auf. Diese werden jedoch häufig nicht als Warnsignale wahrgenommen.


Man kann dem Risiko eines Herzinfarkts einiges entgegenstellen!

Um mit einer Änderung des Lebensstils (bei geringem Risiko) oder mit einer medikamentösen Behandlung gegen das Risiko eines Herzinfarkts angehen zu können, sollte man das Risiko zunächst einschätzen. Darum und um die Entwicklung einer indivduellen Strategie geht es bei dem Präventionsprogramm des CCB.