Laktatmessung – welche Aussagen macht die Blutuntersuchung bei Belastung?
Laktat (Milchsäure) liegt im Blut in Ruhe in einer Konzentration von 1-2 mmol/l vor und unterliegt interindividuellen Schwankungen. Während einer gegebenen Belastung steigt der Laktatspiegel an. Bei ausreichender Sauerstoffzufuhr wird das Laktat über die Zellatmung in den Mitochondrien verwertet. Besteht eine zu geringe Sauerstoffzufuhr sammelt sich das Laktat im Blut an und führt bei Überschreiten einer bestimmten Konzentration, die individuell unterschiedlich ist, zum Belastungsabbruch. Die gewonnen Werte werden graphisch in einer Laktatleistungskurve dargestellt und geben Aufschluss darüber, welche Energieträger zur Energiegewinnung herangezogen werden und bei welcher Leistung ( Watt, km/h) bzw. korrespondierender Herzfrequenz die individuelle anaerobe Schwelle liegt.
Das Laktatverhalten ist zudem abhängig von der Ernährung insbesondere vom momentanen Bestand an Muskelglykogen. Sind die Glykogenspeicher gefüllt, kann auch mehr Laktat produziert, bzw. eine höhere Leistung erbracht werden. Hingegen werden die Werte bei glykogenarmer Ernährung eher niedrig ausfallen und die Leistungsfähigkeit sinken. Daher ist es wichtig, am Tag vor einem Belastungstest die Kohlenhydratspeicher ausreichend zu füllen, damit die Trainingsempfehlungen adäquat hergeleitet werden können.
Laktat Leistungsdiagnostik
- Trainingsanamnese
- Ruhe EKG
- Blutdruckmessung
- Stufentest Fahrrad oder Laufband
- Standardisierte Belastungsverfahren: (WHO, BAL)
z.B. Protokolle für Fahrradergometrie:
Eingangsstufe: 25, 50, 100 Watt
Stufendauer: 3 min
Stufenhöhe: 25, 50 Watt - Aufzeichnung von Ekg, Herzfrequenz und Blutdruck
- Laktatentnahme auf jeder Stufe
- Auswertung der individuellen Laktatleistungskurve
- Bestimmung der Laktatschwelle
- Ableitung von Trainingsempfehlungen auf der Basis der erhobenen Werte
- Befundbericht Erstellung eines Trainingsplans (4Wochen)
