Leistungsdiagnostik

Leistungsdiagnostik für Patienten, Gesunde und Leistungssportler.

Keine Frage: Sport ist gesund, kräftigt und schützt den Bewegungsapparat, mindert das Risiko einer Herzkreislauf-Erkrankung und hilft, das Gewicht zu halten.

Diesen Rat wird jeder Arzt geben. Doch wie viel Sport ist für den Einzelnen gesund? Welche Belastung kann und soll man sich zumuten? Wie kann man die besten Ergebnisse erzielen?
Vor dieser Frage stehen nicht nur Patienten, sondern auch völlig Gesunde und vor allem leistungsorientierte Sportler.
Deshalb empfiehlt es sich, einen Status zu erheben:

  • Wie ist die körperliche Leistungsfähigkeit im Hinblick auf die motorische Komponente Ausdauer einzuordnen?
  • Wie verändern sich während einer Belastung gewählte Untersuchungsparameter wie beispielsweise Laktat, Sauerstoffaufnahme, Kohlendioxidabgabe oder andere Parameter.

Anhand der erhobenen Messwerte kann man eine fundierte Trainingsempfehlung aussprechen. So kann es sein, dass dem einen geraten wird, zur Leistungssteigerung lieber öfter, aber in langsamerem Tempo zu trainieren, während ein anderer aufgrund der erhobenen Zahlen und Fakten sein Training lieber ausweiten und intensivieren sollte.
Wo wäre eine Leistungsdiagnostik besser angesiedelt, als bei Kardiologen? Diese haben die Expertise und die Erfahrung, die erhobenen Werte zu beurteilen und — besonders bei Patienten — in einen Gesamtzusammenhang zu stellen.
In der Leistungsdiagnostik gibt es zwei etablierte Verfahren, Laktatmessung und Spiroergometrie, die beide im CCB angeboten werden. Je nach Fragestellung wird das eine oder das andere Verfahren eingesetzt.

Leistungsdiagnostik für Patienten

Sehr viele Patienten würden nur allzu gerne Sport treiben, trauen sich aber einfach nicht, da sie gar nicht wissen, welche Belastungen sie sich zumuten können. Gerade für die Patienten ist es sehr wichtig, sich zu bewegen um ein bereits bekanntes Risiko zu minimieren oder zumindest nicht zu verschlimmern.
Es mangelt nicht an Anleitungen zum Sport im Alter, oder Sport für Herzpatienten. Doch konkrete Angaben über die Höhe einer zukünftigen sportlichen Belastung gibt es nicht, da jeder Mensch unter Belastung anders reagiert. Dies gilt insbesondere für Patienten, bei denen bereits eine bekannte Einschränkung vorliegt.
Also empfiehlt sich ein Test, bei dem EKG, Blutdruck und Stoffwechsel unter der Belastung parallel kontrolliert werden.

Dem Alter und der Vorerkrankung entsprechend wird ein passendes Testprotokoll entwickelt, das die Grundlage für die Belastung bietet. Langsam und sacht wird an die Steigerung herangegangen. Sie können zwischendurch jederzeit mit der Person, die den Test leitet, sprechen und berichten, wie es Ihnen geht.
Wenn die Ergebnisse vorliegen, werden die Werte besprochen und man erhält eine persönliche Trainingsempfehlung.

Leistungsdiagnostik für Leistungssportler

Sie sind an extreme Belastungen gewöhnt und möchten Ihr Training optimieren. Sie wollen vielleicht die anaerobe Schwelle verschieben oder im Kraftbereich etwas verbessern. Regelmäßige Leistungsdiagnostik zu Beginn der Trainingsphase zeigt auf, wo Sie noch Potential haben.
Man wird Sie schon bei der Anmeldung zu Ihren Trainingsleistungen und Leistungszielen befragen.

Leistungsdiagnostik für Jedermann

Sie trainieren schon seit Jahren, aber die Pfunde wollen nicht purzeln? Oder Sie laufen lange und ausdauernd, können aber die Geschwindigkeit nicht steigern?
Training ist eben nicht gleich Training.

Die Pulsuhr ist ein wichtiges Überwachungsmittel des Trainings – sofern man seinen individuellen Trainingsbereich kennt. Aber Vorsicht! Denn ebenso wenig wie alle 57-jährigen Frauen Schuhgröße 38 haben, sollten alle 57-jährigen Frauen im gleichen Pulsbereich laufen. Erst anhand ausgewählter Parameter einer Leistungsdiagnostik lassen sich konkrete Trainingsempfehlungen für den Einzelnen ableiten. Dann programmieren man seine Pulsuhr mit dem durch Leistungsdiagnostik definierten individuellen Herzfrequenzbereich, um die persönlichen Trainingsziele zu erreichen.
Wiederholt man die Leistungsdiagnostik nach einiger Zeit, hat der Körper sich an das neue Training gewöhnt und zeigt nun mit großer Wahrscheinlichkeit andere Werte.