Was geschieht mit mir bei der Magnetresonanztomographie/MRT?

Wie verläuft eine MRT-Untersuchung, was muss ich beachten?
In der Kernspinabteilung erwartet Sie eine speziell ausgebildete Medizinisch-technische Radiologie-Assistentin (MTRA), die Sie über die Untersuchung informiert.

Damit einerseits Ihre persönlichen Wertgegenstände nicht vom Magnetfeld beeinträchtigt werden (eine Uhr bliebe stehen,alle Scheckkarten würden gelöscht) und andererseits das Magnetfeld nicht gestört wird (schon Büroklammern oder Haarspangen können das Magnetfeld erheblich beeinträchtigen), werden die Patienten gebeten, alle metallhaltigen Gegenstände abzulegen (wie Schlüssel, Mobiltelefone, Münzgeld, Geldbörse , Bankkarten mit Magnetstreifen) und in der abschließbaren Umkleidekabine zu lassen.

Vor der Untersuchung wird den Patienten ein EKG angelegt. Im Tunnel sind Sie nicht von der Außenwelt abgeschnitten. Er ist beleuchtet und durch eine Kamera und ein Mikrophon, hält der untersuchende Arzt Kontakt mit Ihnen. Das ist auch notwendig, weil bei einigen Untersuchungen Messungen mit angehaltenem Atem erforderlich sind. Im Gegensatz zu anderen Untersuchungsmethoden wie beispielsweise dem Ultraschall ist Ihre Mitarbeit also ein ganz wesentlicher Bestandteil der Messung. Der Arzt gibt Ihnen immer wieder gezielte Atemkommandos, die Sie dann umsetzen.

Die während einer Messung hörbaren Klopfgeräusche entstehen durch das An- und Abschalten magnetischer Felder. Diese Geräusche werden manchmal als unangenehm laut empfunden, sind aber völlig harmlos. Um die Untersuchung angenehmer zu gestalten, erhalten Sie einen Gehörschutz mit Kopfhörer, über die Musik für Sie eingespielt wird.

Es ist nicht erforderlich, mit nüchternem Magen zur MRT-Untersuchung zu kommen.
Aber Patienten, die Adenosin zur Bypassdarstellung oder Ischämiediagnostik bei Koronarer Herzerkrankung erhalten, sollten darauf achten, 24 Stunden vor der Untersuchung weder Kaffee, noch Tee oder andere koffeinhaltigen Getränke wie z.B. Coca Cola, Red Bull, etc. zu sich nehmen. Auch Schokolade und die Medikamente Theophyllin und Dipyridamol sollten 24 Stunden vor der Untersuchung nicht eingenommen werden. Ebenso wie Nitrotabletten und Nitrospray.

In vielen Fällen ist es notwendig, eine kleine Menge von Kontrastmittel zu geben. Die Injektion erfolgt in eine Unterarmvene über eine Verweilkanüle, die nach der Untersuchung wieder entfernt wird. Das magnetische Kontrastmittel ist nicht schädlich für die Nieren und ruft nur in den seltensten Fällen geringe Nebenwirkungen hervor.

Es gibt Patienten, für die das Liegen in einer Röhre zu unangenehm ist. Gegen dieses beklemmende Gefühl kann ein Beruhigungsmittel verabreicht werden. In diesen Fällen darf der Patient anschließend nicht selbst ein Fahrzeug steuern und sollte begleitet werden. Alle Patienten bekommen eine Klingel in die Hand, mit der sie sich jederzeit melden können.


Wie soll ich mich im MRT-Gerät verhalten?
Wie bei einer Fotoaufnahme ist es ganz besonders wichtig, dass sich die Patienten während der Messung nicht bewegen. Sie sollen bequem, aber ganz still liegen und möglichst gleichmässig atmen. Natürlich verspürt man gerade in diesen Momenten ein Kitzeln in der Nase, oder man muss hüsteln oder schlucken. Versuchen Sie, das bis zu den Pausen zwischen den einzelnen Messungen zu unterdrücken. Da viele Messungen schrittweise aufeinander bezogen werden, verlängert sich die gesamte Untersuchung durch jede auch nur kleinste Verändung der Körperhaltung. Nehmen Sie deshalb gleich zu Beginn der Untersuchung eine möglichst angenehme Haltung der Arme und Beine ein. Probieren Sie ruhig ein bißchen aus. Zwischen den einzelnen Messungen können Sie sich jederzeit an den Arzt wenden.

Nach den Messungen erfolgt die Auswertung der Bilder. Im Gegensatz beispielsweise zu einer MRT des Knies werden nicht nur Abbilder der Anatomie erstellt, sondern ganze Abläufe des arbeitenden Herzens dargestellt. Es werden beispielsweise das Herzvolumen oder die Blutflußgeschwindigkeit berechnet, verschiedene Darstellungen und Orientierungen miteinander verglichen. Das nimmt einige Zeit in Anspruch.
Es besteht die Möglichkeit, Ihnen eine Bild-CD mit zusammen mit dem schriftlichen Befund zu senden. Auf diese Weise kann der weiterbehandelnde Arzt anhand der Bilder das Untersuchungsergebnis und eventuell weiterhin einzuleitende Maßnahmen besprechen. In jedem Fall erhalten Sie einen Papierausdruck in hoher Bildqualität als Bilddokumentation.


Für welche Patienten ist MRT nicht als Untersuchungsmethode geeignet?
Es gibt Kontraindikationen für die Untersuchungen im MR-Tomographen. Patienten mit einem Herzschrittmacher und Patienten mit ICD-Systemen, also inplantierbaren Defibrillatoren, dürfen sich generell nicht in einem starken magnetischen Feld aufhalten. Patienten mit OP-Clips im Gehirn oder eisenhaltigen (genauer gesagt: mit ferromagetischen) Metallsplittern im Bereich des Auges sollten ebenfalls mit dieser Methode nicht untersucht werden. Hingegen sind Implantate, wie zum Beispiel künstliche Herzklappen, die aus Edelmetallen gefertigt sind, keine Kriterien, die eine MR-Tomografie ausschließen würden. Falls Sie untersucht werden sollen, können Sie im persönlichen Gespräch mit Ihrem Arzt klären, ob es Gründe für oder gegen die MR-Tomografie gibt.