Schonende Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) für ältere Patienten

v.l.n.r.: Sigrid Kuptschitsch, PD Dr. Rupert Püllen, der Patient an seinem 90. Geburtstag, Prof. Dr. Holger Eggebrecht, Bildnachweis: AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN

Eine verkalkte Verengung der Hauptschlagaderklappe (eine so genannte Aortenklappenstenose) tritt besonders bei älteren Patienten auf. Gerade für diese Patientengruppe birgt jedoch die herkömmliche operative Behandlung mit  Eröffnung des Brustkorbs, Herzstillstand und Herz-Lungenmaschine ein hohes Risiko. Dabei wird die verengte Klappe entfernt und eine neue Klappe (entweder biologisch, die so genannte Schweineklappe oder eine künstliche, mechanische Klappe) eingesetzt.
Am CCB wird jetzt TAVI, ein neues, schonenderes Verfahren eingesetzt. Bei dieser Methode wird ohne Schnitt mittels Katheter über die Leistenschlagader eine neue biologische Herzklappe aus Schweinegewebe in die alte Klappe implantiert. Der Eingriff wird ohne Vollnarkose in örtlicher Betäubung und ohne Herz-Lungen-Maschine durchgeführt. Die Patienten können bereits nach wenigen Tagen aus der Klinik entlassen werden, da sie - anders als nach einer großen Herzoperation sehr schnell wieder erholt sind.

Die Abbildung zeigt einen Patienten, der nach dem Eingriff seinen 90. Geburtstag beschwerdefrei feiern konnte.