Herzkatheterlabore

Stentimplantation, Ballondilatation und Rotablation werden im CCB durchgeführt.

Engstellen der Herzkranzarterie können durch verschiedene Katheterverfahren behandelt werden.

Hauptsächlich werden die Ballondilatation (Ballondehnung, PTCA) und die Stentimplantation durchgeführt. Ist die Engstelle besonders verkalkt, kann eine Fräse (Rotablation) eingesetzt werden, die die Verkalkungen mit einem Diamantbohrkopf, der sich mit ca. 200.000 Umdrehungen pro Minute dreht, abschleift.

Sind dagegen weiche Gerinnsel (Thromben), z.B. typischerweise bei einem akuten Herzinfarkt, vorhanden, können diese mit einem speziellen Absaugkatheter abgesaugt werden.

Bei der Ballondilatation (PTCA) wird die Engstelle mit dem kontrastmittelgefüllten Ballon mit hohem Druck bis zu 20 bar aufgedehnt. Heutzutage wird in der Regel eine Stentimplantation angeschlossen, um die Engstelle besser abzustützen.

Der Stent ist ein Geflecht aus einer Metalllegierung. In der Regel werden heute bei den meisten Patienten Stents implantiert, die mit Medikamenten beschichtet sind (Drug eluting Stents / DES). Diese Medikamente unterdrücken die Narbenbildung nach Stentimplantation und damit das Risiko einer Wiedereinengung (Restenose). Neu sind Stentgeflechte, die nicht aus Edelstahl, sondern aus milchsäureartigen Substanzen bestehen und sich nach einer bestimmten Zeit selbst auflösen (bioresorbierbar), so dass kein dauerhaftes Implantat im Körper verbleibt. Auch diese Stents (Scaffolds) sind mit Medikamenten beschichtet.

Zur Stabilisierung von Patienten mit instabilem Blutdruck kann man während des Eingriffs  eine Unterstützungspumpe (Impella-Pumpe) einsetzen. Diese unterstützt die Herzleistung während des Eingriffs, indem sie bis zu 4 l pro Minute zusätzlich pumpt.

Das CCB verfügt am Bethanien Krankenhaus und am Markus Krankenhaus insgesamt über 4 hochmoderne, digitale Herzkatheterlabore.
Das CCB verfügt insgesamt über 4 hochmoderne, digitale Herzkatheterlabore.
Nach einer Stent-Implantation werden die Patienten stationär betreut.
Etwa 6.000 diagnostische und therapeutische Eingriffe werden jährlich in den Katheterlaboren des CCB durchgeführt.
Etwa 6.000 diagnostische und therapeutische Eingriffe werden jährlich in den Katheterlaboren des CCB durchgeführt.

Manchmal geht es nicht ohne Bypass-Op

Nur bei fortgeschrittener Erkrankung mit Befall aller drei Herzkranzarterien oder bei einem Gefäßverschluss, der mit Katheter nicht überwunden werden kann, muss evtl. eine Bypassoperation durchgeführt werden. Bei einer Bypassoperation werden die Engstellen der Herzkranzarterien überbrückt. Dazu werden Venen, die aus dem Unterschenkel entnommen werden, oder Arterien wie die innere Brustwandarterie oder die Radialarterie verwendet, die mit der Hauptschlagader verbunden werden, um das Herzmuskelgewebe hinter der Engstelle mit Blut zu versorgen. Das Brustbein/Brustkorb muss eröffnet werden, das Herz wird in der Regel während der Operation still gelegt, damit die Bypässe sicher genäht werden können. Während dieser Zeit wird der Körper an die Herz-Lungenmaschine angeschlossen, damit eine ausreichende Versorgung der lebenswichtigen Organe sichergestellt ist.