Gefäß Centrum

Carotis-PTA: die Dilatation (Aufdehnung) der Halsschlagader ist ein vom CCB vorangetriebenes Verfahren.

Die ersten Angioplastien der A. Carotis interna (Carotis-PTA) erfolgten in Deutschland 1984 insbesondere bei Patienten mit hohem Risiko für eine chirurgische Behandlung (Carotis-TEA).

Durch die Verwendung von Filtersystemen, die eine Verschleppung oder Embolisierung von Plaquematerial und Thromben verhindern sollen, besteht ein vergleichbares Risiko neurologischer Komplikationen bei operativer und PTA-Behandlung der hochgradigen Carotisstenose (CAVATAS-Studie).

Nach den Ergebnissen der SAPPHIRE-Studie profitieren insbesondere Patienten mit erhöhtem Operationsrisiko von der Dilatationsbehandlung. Dies gilt z. B. für Patienten mit begleitender Durchblutungsstörung des Herzens, Herzschwäche, Nierenleistungsschwäche, Einschränkung der Lungenfunktion oder auch bei älteren Patienten. Nachdem am CCB 2001 und 2002 internationale Workshops zum Thema Carotis-PTA ausgerichtet wurden, hat sich das Verfahren allgemein etabliert und kann als alternative Behandlungsmethode angeboten werden.

Für die Beurteilung des Behandlungserfolges ist die lückenlose prä- und postoperative Dokumentation des neurologischen Status und eines bildgebenden Verfahrens (MRT oder CT) des Schädels erforderlich. Die entsprechenden Untersuchungen können ambulant erfolgen.

Subtotale fadenförmige Engstelle (Stenose) der gehirnversorgenden Halsschlagader (Arteria Carotis) (Pfeil).
Hinter der Stenose wird ein Filtersystem platziert (Kreis). So wird verhindert, dass bei der Aufdehnung Hirnembolien entstehen können.
Nach Vordehnung mit einem Ballonkatheter verbleibt noch eine deutliche Einengung.
Implantation einer Gefäßstütze (Stent).
Sehr schönes Interventionsergebnis: Es ist keine wesentliche Einengung der Halsschlagader mehr erkennbar.