Diabetes Centrum Bethanien

Medizinisches Versorgungszentrum
Im Prüfling 23, 60389 Frankfurt am Main
Telefon: 069 945028-951
Fax: 069 945028-959

E-Mail: Diabetes-Centrum(at)ccb.de

Informationsbroschüre

Information zur Diabetischen Retinopathie und zur Non-Mydriatischen Fundusfotographie bei Patienten mit Diabetes mellitus

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Was bietet das Diabetes Centrum Bethanien?

Information allein ist nicht alles. Für Sie als Patient ist es ebenso wichtig, die Informationen über die Diabetes-Erkrankung auch umsetzen zu können. Denn Sie selbst übernehmen einen Teil der Behandlung.

In enger Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt will das Diabetes Centrum Bethanien Ihnen helfen, Scheu, Unsicherheit und Angst vor der Krankheit zu nehmen. Dazu gehören individuelle Schulungen und anschauliche, praxisbezogene Trainingseinheiten, die Sie unterstützen, im Alltag optimal mit Ihrer Erkrankung umzugehen. Damit Sie mit höchstmöglicher Lebensqualität und Sicherheit Ihre Erkrankung meistern.

Was genau ist die Ursache von Diabetes mellitus?

Diabetes mellitus (griechisch für "vermehrte Ausscheidung von zuckerhaltigem Urin"), auch "Zuckerkrankheit" genannt, ist eine Störung des Glukosestoffwechsels. Die Ursache für Ihre Erkrankung ist, dass die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) zu wenig Insulin produziert oder dass das vorhandene Insulin nicht ausreichend wirkt.

Insulin ist dafür verantwortlich, dass Zucker-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel funktionieren.Das körpereigene Insulin sorgt nämlich zum einen dafür, dass der Blutzuckerspiegel normal bleibt. Körperliche Anstrengung und Nahrungsaufnahme beeinflussen den Blutzuckerspiegel. Zur Normalisierung muss Insulin ausgeschüttet werden. Produziert die Bauchspeicheldrüse zu wenig davon, steigt der Blutzuckerspiegel zu stark an.

Insulin wirkt außerdem in der Leber bei der Umwandlung von Zucker in Glukose und Glykogen. Und Insulin steuert dort den Übergang von Zucker aus der Leber in das Blut. Auch der Eiweißstoffwechsel funktioniert nicht ohne Insulin: Denn ohne Insulin wird vermehrt Eiweiß (und damit Muskulatur) abgebaut. Ist zu wenig Insulin vorhanden, wird auch das Fettgewebe vermindert. Der Körper braucht also rund um die Uhr eine kleine Menge Insulin im Blut.

Welche Beschwerden habe ich bei zu hohem Blutzuckergehalt im Blut?

Ohne zureichende Behandlung des Diabetes mellitus kann der Blutzucker nicht im erforderlichen Bereich gehalten werden, es kommt zu Beschwerden wie Kraftlosigkeit, Abgeschlagenheit, Einschränkung der Leistungsfähigkeit, viel Durst, vermehrtes Harnlassen auch nachts, schlechte Wundheilung und Infektionen. Das tückische am Diabetes mellitus ist jedoch, dass sämtliche Symptome fehlen können und der Betroffene überhaupt keine Beschwerden verspürt. Oft bestehen aber dann doch Symptome, die jedoch nicht mit der Zuckerkrankheit in Zusammenhang gebracht werden, wie Konzentrationsstörungen, Störungen der Merkfähigkeit, Missempfindungen an den Füßen, Depression.
Dauern diese Beschwerden über einen längeren Zeitraum an, kann es zu ernsten Folgeschäden kommen.

Welche Folgeschäden werden durch Diabetes mellitus verursacht?

Ist der Blutzuckerspiegel über Jahre erhöht, kann es zu Folgeschäden an den kleinen Blutgefäßen und den Nerven führen. Schwere Schädenan den Augen, Nieren und den Füßenkönnen die Folge sein. Im schlimmsten Fall kommt es zu Erblindung, Nierenversagen oder Amputation. Eine gute Einstellung des Blutzuckers verhindert diese Schäden.

Oft besteht neben dem Diabetes ein erhöhter Blutdruck (Hypertonie), der dauerhaft behandelt werden muss. Bei diesen Patienten kommt es vermehrt zu Schädigungen am Herzen und an den Schlagadern. Herzversagen, Herzinfarkt, Schlaganfälle, Gefäßverschlüsse und Nierenversagen können die Folge sein.

Neben dem Blutzuckerspiegel muss also bei Patienten mit Bluthochdruck dieser unbedingt eingestellt und kontrolliert werden, um die erwähnten Folgeschäden am Herzen zu verhindern. Darüber hinaus ist es von größter Bedeutung, das Rauchen einzustellen und körperlich aktiv zu sein, um weitere Risiken einer Gefäßerkrankung auszuschalten.

Wie wird Diabetes mellitus behandelt?

Mit Insulin, so viel wissen Sie jetzt schon. Hier wird je nach individueller Therapie eine Umstellung der Ernährung zur Gewichtsreduktion bei Übergewicht empfohlen. Dadurch kann die körpereigene Insulinwirkung verbessert werden. Gelingt die Diättherapie nicht, kann die Behandlung mit Tabletten (oralen Antidiabetika) oder von außen zugeführtes Insulin erforderlich werden. Insulin kann heute mit Injektionshilfen (Insulinpens) sehr einfach von den Betroffenen selbst gespritzt werden. In seltenen Fällen ist auch die Behandlung mit einer Insulinpumpe notwendig.

Die Kernfrage bei der Insulinbehandlung von Diabetes mellitus ist diese: Wann brauche ich wieviel Insulin?Das aber hängt von unzähligen Faktoren ab, die permanent veränderlich sind. Habe ich mich körperlich angestrengt? Esse ich gleich ein Stück Kuchen? Trinke ich ein Glas Wein?

Sie sehen, es kann keinen starren Insulin-Plan geben. Ganz im Gegenteil, Sie müssen Ihren Blutzuckerspiegel täglich kontrollieren und danach die Insulinzufuhr regulieren, um die Schwankungen, die all die veränderlichen Faktoren verursachen, auszugleichen. Das kann kein Mensch mit Hilfe eines Beipackzettels oder nach einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt leisten.

Training zur Blutzuckerbestimmung

Sie sollen ein Gespür für die optimale Insulin-Zufuhr entwickeln. Und das geht nur durch ganz individuelle Schulungen. Hier lernen Sie auch, wie Sie selbst den Blutzuckerwert kontrollieren, Sie trainieren den Umgang mit Spritzen und Insulinpens, üben Injektionstechniken und erfahren alles, was Sie über Lebensmittel und Ernährung wissen müssen.

Welche Angebote macht das Diabetes Centrum Bethanien?

Infomaterial für Schulungsprogramme
Infomaterial für Schulungsprogramme
  1. Hier finden Sie speziell für Sie zugeschnittene Behandlungs- und Schulungsprogramme, die klar strukturiert und wissenschaftlich erprobt sind. Das gilt für

    • Diabetes-Therapie ohne Insulin
    • Insulintherapie mit einer oder zwei Injektionen pro Tag
    • Intensivierte Insulintherapie bei Typ 2-Diabetes
    • Intensivierte Insulintherapie bei Typ 1-Diabetes einschließlich Insulinpumpentherapie  
    • Patienten mit Bluthochdruck (arterieller Hypertonie)
  2. Darüber hinaus bietet unser neues Centrum spezielle Therapie mit Einzelschulungen bei

    • Erstdiagnosestellung des Diabetes (Diabetes-Manifestation) und Zuckerverwertungsstörungen in der Schwangerschaft (Gestationsdiabetes)
    • Versagen der Tabletten (oralen Antidiabetika), Problemen mit ausbleibender Insulinwirkung (Insulinresistenz), Unterzucker (Hypoglykämien) oder ausgeprägten Stoffwechselschwankungen
    • Diabetesbedingten Augenhintergrundveränderungen (diabetische Retinopathie), insbesondere bei Umstellungen der Diabetestherapie
    • Diabetesbedingten Nierenschäden (diabetischer Nephropathie) und/oder Nierenversagen (Niereninsuffizienz)
    • Diabetesbedingten Nervenschäden (diabetischer Neuropathie), insbesondere bei Missempfindungen an den Füßen, Störung der Manneskraft (erektiler Dysfunktion) oder Problemen im Bereich Herz/Kreislauf oder Magen/Darm.
  3. Diagnostik und Therapie bei nicht heilenden Wunden an den Füßen ( Diabetisches Fußsyndrom) einschließlich Notfallversorgung und Maßnahmen zur anhaltenden Vermeidung neuer Fußschädigungen (Rezidivprophylaxe) in Zusammenarbeit mit Chirurgen, speziell ausgebildeten Fußpflegern (Podologen) und spezialisierten Orthopädieschuhmachern. In dieser interdisziplinären Fußsprechstunde ("Fußambulanz") wird auf alle Fragestellungen rund um schlecht heilende Wunden eingegangen.

    Welche Vorteile habe ich durch das Lehrbuffet?
    In der Theorie erscheinen Dinge oft einfacher als in der alltäglichen Praxis. Deshalb können Sie sich über die Schulungen hinaus an unserem Lehrbuffet ganz individuell zur Insulindosierung beraten lassen. Auch bei der Zusammenstellung Ihres persönlichen Speiseplans werden Sie hier beraten.

    Dadurch können Sie das, was Sie bei der Schulung erfahren haben unter Alltagsbedingungen trainieren. Sie üben beispielsweise, blutzuckerwirksame Nahrungsmittel abzuschätzen und Ihre Insulindosis bedarfsgerecht anzupassen. Sie erlernen, ohne Waage zu arbeiten. Das erfordert Zeit, Gespräche und praktische Übung. Dazu ist unser Lehrbuffet für Sie da.