Diabetes Centrum

Ursache, Folgen und Behandlung von Diabetes mellitus.

Das Aufgabengebiet des CCB Diabetes Centrum.

Diabetes mellitus (griechisch für "vermehrte Ausscheidung von zuckerhaltigem Urin"), auch "Zuckerkrankheit" genannt, ist eine Störung des Glukosestoffwechsels.

Die Ursache für die Erkrankung ist, dass die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) zu wenig Insulin produziert oder dass das vorhandene Insulin nicht ausreichend wirkt. Insulin ist dafür verantwortlich, dass Zucker-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel funktionieren.
Das körpereigene Insulin sorgt nämlich zum einen dafür, dass der Blutzuckerspiegel normal bleibt. Körperliche Anstrengung und Nahrungsaufnahme beeinflussen den Blutzuckerspiegel. Zur Normalisierung muss Insulin ausgeschüttet werden. Produziert die Bauchspeicheldrüse zu wenig davon, steigt der Blutzuckerspiegel zu stark an.

Insulin wirkt außerdem in der Leber bei der Umwandlung von Zucker in Glukose und Glykogen. Und Insulin steuert dort den Übergang von Zucker aus der Leber in das Blut. Auch der Eiweißstoffwechsel funktioniert nicht ohne Insulin: Denn ohne Insulin wird vermehrt Eiweiß (und damit Muskulatur) abgebaut. Ist zu wenig Insulin vorhanden, wird auch das Fettgewebe vermindert. Der Körper braucht also rund um die Uhr eine kleine Menge Insulin im Blut.

Unbehandelt führt Diabetes zu einer Vielzahl von Beschwerden.

Ohne zureichende Behandlung des Diabetes mellitus kann der Blutzucker nicht im erforderlichen Bereich gehalten werden, es kommt zu Beschwerden wie Kraftlosigkeit, Abgeschlagenheit, Einschränkung der Leistungsfähigkeit, viel Durst, vermehrtes Harnlassen auch nachts, schlechte Wundheilung und Infektionen. Das tückische am Diabetes mellitus ist jedoch, dass sämtliche Symptome fehlen können und der Betroffene überhaupt keine Beschwerden verspürt. Oft bestehen aber dann doch Symptome, die jedoch nicht mit der Zuckerkrankheit in Zusammenhang gebracht werden, wie Konzentrationsstörungen, Störungen der Merkfähigkeit, Missempfindungen an den Füßen, Depression.
Dauern diese Beschwerden über einen längeren Zeitraum an, kann es zu ernsten Folgeschäden kommen.

Folgeschäden an anderen Organen bleiben nicht aus.

Ist der Blutzuckerspiegel über Jahre erhöht, kann es zu Folgeschäden an den kleinen Blutgefäßen und den Nerven führen. Schwere Schäden an den Augen, Nieren und den Füßen können die Folge sein. Im schlimmsten Fall kommt es zu Erblindung, Nierenversagen oder Amputation. Eine gute Einstellung des Blutzuckers verhindert diese Schäden.

Oft besteht neben dem Diabetes ein erhöhter Blutdruck (Hypertonie), der dauerhaft behandelt werden muss. Bei diesen Patienten kommt es vermehrt zu Schädigungen am Herzen und an den Schlagadern. Herzversagen, Herzinfarkt, Schlaganfälle, Gefäßverschlüsse und Nierenversagen können die Folge sein.

Neben dem Blutzuckerspiegel muss also bei Patienten mit Bluthochdruck dieser unbedingt eingestellt und kontrolliert werden, um die erwähnten Folgeschäden am Herzen zu verhindern. Darüber hinaus ist es von größter Bedeutung, das Rauchen einzustellen und körperlich aktiv zu sein, um weitere Risiken einer Gefäßerkrankung auszuschalten.

Die Behandlung besteht aus einer Einstellung des Insulinspiegels.

Hier wird je nach individueller Therapie eine Umstellung der Ernährung zur Gewichtsreduktion bei Übergewicht empfohlen. Dadurch kann die körpereigene Insulinwirkung verbessert werden. Gelingt die Diättherapie nicht, kann die Behandlung mit Tabletten (oralen Antidiabetika) oder von außen zugeführtes Insulin erforderlich werden. Insulin kann heute mit Injektionshilfen (Insulinpens) sehr einfach von den Betroffenen selbst gespritzt werden. In seltenen Fällen ist auch die Behandlung mit einer Insulinpumpe notwendig.

Die Kernfrage bei der Insulinbehandlung von Diabetes mellitus ist diese: Wann brauche ich wie viel Insulin? Das aber hängt von unzähligen Faktoren ab, die permanent veränderlich sind. Habe ich mich körperlich angestrengt? Esse ich gleich ein Stück Kuchen? Trinke ich ein Glas Wein?

Sie sehen, es kann keinen starren Insulin-Plan geben. Ganz im Gegenteil, die Patienten müssen Ihren Blutzuckerspiegel täglich kontrollieren und danach die Insulinzufuhr regulieren, um die Schwankungen, die all die veränderlichen Faktoren verursachen, auszugleichen. Das kann kein Mensch mit Hilfe eines Beipackzettels oder nach einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt leisten.