Die Risikofaktoren
Übergewicht begünstigt die Entstehung von Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen und sollte vorrangig und konsequent normalisiert werden. Sport und Bewegung helfen Ihnen, unnötiges Fett zu verbrennen. Da Sie noch keine Beschwerden haben, sind Sie noch nicht eingeschränkt und wenn keine andere Erkrankung dagegen spricht, sollten Sie Bewegung und Sport in Ihr Leben einbauen, um das Übergewicht zu normalisieren. Ausdauersportarten wie Laufen, Walking, Schwimmen und Radfahren sind gut geeignet, um Gewicht zu reduzieren. Weniger günstig sind Tennis, Rudern, Mountainbike-Fahren, weil diese Sportarten wie auch Krafttraining eine zu große Anstrengung bedeuten. Dadurch steigt der Sauerstoffbedarf, was bei Verengungen in den Gefäßen zu Mangelversorgungen führen kann.
Eine durchdachte Umstellung der Ernährung ist der andere Hebel, den Sie selbst betätigen können, um Übergewicht abzubauen.
Rauchen ist einer der größten Risikofaktoren für das Entstehen und Fortschreiten einer pAVK. Patienten mit arterieller Verschlusskrankheit muss dringend geraten werden, mit dem Rauchen umgehend aufzuhören. Nicht ohne Grund nennt der Volksmund die schweren Durchblutungsstörungen der unteren Gliedmaßen „Raucherbein“ - sie kommen bei Rauchern sehr viel häufiger vor, als bei Nichtrauchern. Rauchen ist darüber hinaus auch ein hoher Risikofaktor für Herzinfarkte, Schlaganfälle sowie für Krebskrankheiten.
Stoppt ein Patient mit koronarer Herzerkrankung das Rauchen, mindert sich sein Sterberisiko um 50 Prozent. Wer vor dem 35. Lebensjahr auf Zigaretten verzichtet, hat gar keine verminderte Lebenserwartung. Ein 50-Jähriger, der aufhört zu rauchen, hat nach etwa 15 Jahren das statistische Herzinfarkt-Risiko eines Nichtrauchers.
Natürlich ist es schwer, die Willenskraft aufzubringen, nicht mehr zu rauchen. Aber wie auch bei dem Übergewicht, können Sie ganz wesentliche Risiken minimieren, indem Sie Ihr Leben umstellen.
Bluthochdruck gilt ebenfalls als ein wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung und Verschlimmerung einer pAVK. Der Blutdruck sollte bei wiederholten Messungen in Ruhe Werte von 140/90mmHg nicht über einen längeren Zeitraum überschreiten.
Heute kann in fast allen Fällen ein normaler, altersgerechter Blutdruck erreicht werden. Vorausgesetzt, Sie halten sich an die Anweisung des Arztes. Falls Sie ein blutdrucksenkendes Medikament nicht gut vertragen, sollten Sie unbedingt mit dem behandelnden Arzt darüber sprechen. Meist gibt es eine Alternative. Auf keinen Fall sollten Sie jedoch selbst ein Medikament gegen Bluthochdruck absetzen, ohne den Arzt darüber zu informieren.
Unter Fettstoffwechselstörungen versteht man erhöhte Cholesterin- oder Triglyzeridspiegel, die einen wesentlichen Einfluss auf Entstehung und Verlauf einer pAVK haben. Fettstoffwechselstörungen werden durch eine geeignete Ernährung und körperliche Aktivität gemindert. Ihre Nahrung sollte fett- und cholesterinarm sowie reich an Ballaststoffen sein. Sie sollten nicht nur insgesamt weniger Fett aufnehmen, sondern auch auf die Zusammensetzung der Nahrungsfette achten. So sollten diese überwiegend aus pflanzlichen Fetten und Ölen bestehen, die reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind. Tierische Fette, die sich oft in Wurst, Käse und Soßen verstecken, sollten reduziert werden.
Erst wenn sich die Blutfettwerte durch diese Maßnahmen nicht in ausreichendem Maße senken lassen, empfiehlt sich eine medikamentöse Behandlung.
Menschen mit Diabetes mellitus erkranken häufiger an einer pAVK als andere Menschen. Deshalb sollte bei pAVK-Patienten der Blutzucker besonders gut eingestellt werden. Auch können so die Sterblichkeit und die Herzinfarktrate gesenkt werden. Für die Behandlung der Zuckerkrankheit des Erwachsenen (Typ-2-Diabetes) sind Gewichtsabnahme und gesunde Ernährung besonders wichtig. Häufig gelingt es schon allein dadurch den Blutzuckerspiegel zu normalisieren. Um diese Ziele zu erreichen, können Sie auch die Informations- und Beratungsangebots unseres Diabetes Centrum Bethanien nutzen.
