Aneurysmen können operiert werden!
Die Entscheidung zu einer „offenen“ oder „endovasculären“ Operation (Stentprothese) eines Bauchaortenaneurysmas erfolgt im Team.
Alter und insbesondere Morphologie ( Form und Ausdehnung ) des Aneurysmas bestimmen das weitere Vorgehen. Sind beide Techniken möglich, so wird nach Aufklärung über Vor- und Nachteile der Verfahren der Wunsch des Patienten entscheidend sein.
An der Brust- und Bauchschlagader wird eine Aussackung (Aneurysma) über 5 cm als behandlungsbedürftig angesehen, um eine Ruptur des Gefäßes und die damit verbundene lebensgefährliche Blutung zu verhindern.
Während bei einer frühzeitigen Operation eines Aortenaneurysmas eine kombinierte Morbidität und Letalität (Sterberate) von 4 % besteht, kann sie bei einer Ruptur auf über 50% ansteigen.
Untersuchungen mit Ultraschall können diese Veränderungen frühzeitig erfassen und werden daher im CCB regelhaft durchgeführt.
Die Behandlung des Bauchaortenaneurysma ist speziellen Kliniken vorbehalten
Qualitätssicherungsvereinbarung vom 1.Juli 2008 (Bundesanzeiger 2008, Nr.71 Seite 1706 § 137 Abs 1 Satz 3 Nr.2 SGB V)
Die Behandlung von Patienten mit einem Aortenaneurysma ist seit dem1. Juli 2008 (Vereinbarung des gemeinsamen Bundesaussschusses - G-BA ) Kliniken vorbehalten , die personell, fachlich und organisatorisch die Anforderungen zur Qualitätssicherung für die stationäre Versorgung bei der Indikation Bauchaortenaneurysma erfüllen.
- Hierzu gehören unter anderem mindestens zwei Gefäßchirurgen in einer Abteilung, die sowohl die offene Operation (OAR) wie auch die endovasculäre Therapie (EVAR) mit Implantation von Stentprothesen auch im Notfall beherrschen. Die Patienten müssen über die Vor- und Nachteile der Behandlung (offene Operation versus endovasculäre Aneurysmaausschaltung) fachgemäß aufgeklärt werden können.
- Die erforderliche Diagnostik des Bauchaortenaneurysmas muss durch ein interdisziplinäres Team unter besonderer Berücksichtigung der Gefäßchirurgie, Radiologie (moderne CT - Bildgebung) und Kardiologie (kardiovasculäres Risiko) sichergestellt sein.
- Bettenstaion, OP-Saal (mit Bildgebung im OP) und Intensivstation (mit der Möglichkeit zur Behandlung von Multiorganversagen) müssen sich in räumlicher Nähe zueinander im Krankenhaus befinden.
Das CCB Gefäß Centrum am Bethanien-Krankenhaus (Frankfurter Diakonie Kliniken) erfüllt die in der QS-Vereinbarung geforderten Voraussetzungen zur Behandlung von Patienten mit einem Bauchaortenaneurysma.
Dr.med.Thomas Dahm Leitender Gefäßchirurg / endovasculärer Spezialist
Dr.med.Jörg Schrödter Leitender Gefäßchirurg / endovasculärer Chirurg
PD Dr.med.Thomas Voigtländer Leitender Kardiologe (endovasculäre Verfahren)
Prof. Dr.med. Axel Schmermund Leitender Kardiologe (endovasculäre Verfahren)
