Eng vernetzt - die interdisziplinäre Zusammenarbeit im CCB Gefäß Centrum

Was beinhaltet der Begriff der Gefäßmedizin?

Die Gefäßmedizin beschäftigt sich mit Gefäßerkrankungen, also den Erkrankungen der Arterien, der Venen und der Lymphgefäße. Die Medizin nennt diese Bereiche die Angiologie, die Phlebologie und die Lymphologie.
Herz und Gefäße gehören nach heutigem Verständnis untrennbar zueinander. Seit der bekannten Caprie –Studie aus dem Jahr 1996 weiß man, dass Krankheiten, wie die der Herzkranzgefäße (KHK), der Halsschlagadern (zerebrovaskuläre Insuffizienz) und der Beine (Periphere arterielle Verschlusskrankheit oder PAVK) häufig gemeinsam auftreten. Die fachübergreifende Diagnostik und Therapie von Angiologen und Kardiologen ermöglicht im CCB eine frühzeitige Erkennung begleitender Gefäßerkrankungen.

Besonders kritisch ist die Geringschätzung der begleitenden Gefäßerkrankung am Beispiel der Verengung der Halsschlagader. Führt diese zu einer vorübergehenden Lähmung (sog. „Schlägle“) ist dies ein Alarmsignal und muss sofort weiter untersucht werden.

Viele Gefäßprobleme beruhen auch auf einer begleitenden Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) die eine der Hauptursachen von Durchblutungsstörungen ist.
Um all diese Erkrankungen zu erkennen und zu behandeln braucht es Spezialisten, „die Hand in Hand" arbeiten.  Mit dem CCB Gefäß Centrum wurde diesen Anforderungen durch den personellen und räumlichen Ausbau der bereits vorhandenen angiologischen Abteilung im CCB Rechnung getragen. Kardiologen, Angiologen, Gefäßchirurgen, Diabetologen und eine Wundmanagerin arbeiten in der Behandlung von Gefäßkrankheiten eng zusammen.